Begegnungsraum Haus zur Zinne
Begegnungsraum Haus zur Zinne: Ein Ort für Gastlichkeit und Gemeinschaft
01.04.2026 – Arbeitsgruppe Begegnungsraum, Sandrine Knechtli
Unsere Vision: Rund um Stadtkirche und Haus zur Zinne soll ein Ort gestaltet werden, an dem Menschen willkommen sind, sich begegnen und Gemeinschaft erleben können. Ausgangspunkt dafür war unter anderem die Zukunftswerkstatt 2023 in der Reithalle. Seither wurde vieles weiterentwickelt, ausprobiert und konkretisiert. Nun geht es darum, die nächsten Schritte aufzuzeigen. Am Mittwoch, 6. Mai 2026, um 18 Uhr informiert die Kirchenpflege in der Zinne über den aktuellen Stand und die weitere Planung.
Gastlichkeit als roter Faden
Die Idee ist einfach: eine offene, gastliche Kirchgemeinde mitten in der Stadt. Ein Ort, an dem Menschen willkommen sind – unabhängig von Alter, Herkunft oder Nähe zur Kirche. Genau diese Haltung prägt unsere Weiterentwicklung rund um Stadtkirche und Haus zur Zinne.
An der Zukunftswerkstatt wurde deutlich, dass sich viele Gemeindemitglieder eine offene, nahbare und lebendige Kirche wünschen – mitten in Aarau und mitten im Alltag der Menschen. Das bedeutet konkret: Die Kirche soll nicht nur Angebote bereitstellen, sondern auch gute Bedingungen für Begegnung schaffen. Denn Gemeinschaft entsteht nicht von selbst. Sie braucht Orte, an denen man sich wohlfühlt, Zeit verbringen kann und gern wiederkommt.
Gastlichkeit ist dabei ein zentrales Element, welches sich wie ein roter Faden durch unser Handeln zieht und sich auch in den Räumlichkeiten sichtbar und spürbar macht. Menschen sollen spüren: Hier darf ich sein. Hier werde ich gesehen. Hier nimmt man sich für mich Zeit. Hier finde ich Raum – zum Verweilen, zum Gespräch, zur Ruhe oder zur Beteiligung.
Was bereits gewachsen ist – Gastlichkeit als Haltung
Seit der Zukunftswerkstatt haben wir diese Vision weiterentwickelt und konkretisiert. Neue Formate wie der Evensong, die Nachkonf-Community «Friday» für junge Erwachsene oder das Café heiss+heilig haben neue Räume für Begegnung geschaffen. Auch ein interaktives Hörspiel in der Stadtkirche für Familien und Kinder gehört dazu.
Ein wichtiger Teil dieser Entwicklung ist auch die Möglichkeit, sich zu beteiligen. Ob als freiwillige Mitarbeitende im Café, beim Kirchenkaffee, beim Streaming von Gottesdiensten oder in der Arbeit mit Jugendlichen: Vieles lebt davon, dass Menschen teilnehmen, mittragen und mitgestalten. Gerade das macht einen Begegnungsraum aus.
Parallel dazu wurde die Kommunikation weiterentwickelt: mit einer überarbeiteten Website, einem monatlichen Newsletter und einer stärkeren Präsenz auf digitalen Kanälen. So wird die Kirchgemeinde sichtbarer und für verschiedene Generationen besser erreichbar.
Damit zeigt sich immer deutlicher, was mit dieser «Gastlichkeit» gemeint ist, wie alles zusammenhängt und welches Potenzial darin liegt: Menschen verbinden sich untereinander und mit uns als Kirche, sodass Kirche zu einem Begegnungsort wird, an dem Gemeinschaft entsteht und Beziehungen wachsen.
Der bestehende Raum hat Grenzen – Warum es auch räumliche Schritte braucht
Ein wichtiger Aspekt der Vision ist die Sichtbarkeit. Unsere Stadtkirche bringt dafür beste Voraussetzungen mit: Die zentrale Lage und die offenen Türen tagsüber machen sie schon heute zu einem präsenten Zeichen im Stadtbild. Viele Menschen treten ein – aus Neugier, für einen Moment der Stille oder einfach, weil die Tür offensteht. Dabei zeigt sich, dass Stadtkirche, Haus zur Zinne und der Platz dazwischen noch stärker als zusammengehöriger Ort wahrgenommen werden könnten.
Mit der Zeit wurde immer deutlicher: Gastlichkeit und Gemeinschaft brauchen nicht nur gute Ideen und engagierte Menschen, sondern auch passende Räume. Die Neumöblierung und sanfte Renovation des Zinnensaals waren wichtige erste Schritte. Sie haben gezeigt, welches Potenzial in diesem Ort steckt.
Nun steht der nächste Schritt an: konkrete Überlegungen, wie wir diese Offenheit verstärken und räumlich ausweiten können. Dabei geht es nicht nur um die konzeptionellen Weiterentwicklungen, sondern auch um ein konkretes und umfassendes Bauprojekt. Das Haus zur Zinne soll aufgewertet werden und mehr Offenheit ausstrahlen und so zusammen mit der Kirche und dem Aussenraum als Begegnungsraum wahrgenommen werden – als Gesamtraum, der Gastlichkeit ausstrahlt. Nicht nur für Mitglieder der Kirchgemeinde, sondern für alle Menschen.
Unser Ziel ist, dass dieser Ort zu einem positiven, einladenden «Gesicht» unserer Kirchgemeinde wird und so ein Bild vermittelt, das unsere Offenheit und Gemeinschaft verkörpert.
Wo stehen wir heute?
Vieles ist gewachsen. Angebote wurden erprobt, Beteiligung ermöglicht, Strukturen geklärt, Verantwortlichkeiten aufgebaut. An der Kirchgemeindeversammlung im Winter 2024 wurde für das Pilotprojekt ein Planungskredit bewilligt. Er umfasste die Neumöblierung, eine sanfte Renovation und die Überprüfung baulicher Massnahmen. Damit liess sich die bauliche Weiterentwicklung des Hauses zur Zinne sorgfältig überprüfen.
In der Folge wurden die Bedürfnisse konkretisiert und ein Wettbewerb durchgeführt, an dem zwei Architekturbüros teilgenommen haben.
Fischer.Peterhans Architekten aus Aarau haben den Wettbewerb gewonnen. Das Gewinnerprojekt zeigt, wie die bestehende Vision räumlich unterstützt werden kann.
Einladung zum Informationsanlass am 6. Mai, 18 Uhr, Zinnensaal
Bevor die Kirchgemeinde an der Kirchgemeindeversammlung im kommenden Juni über den Umbau entscheidet, möchte die Kirchenpflege frühzeitig informieren. Deshalb findet am Mittwoch, 6. Mai, um 18 Uhr in der Zinne ein Informationsanlass zum «Begegnungsraum Haus zur Zinne» statt.
Vorgestellt werden der bisherige Weg, die Überlegungen hinter dem Projekt, der aktuelle Stand der Planung sowie die vorgesehene Finanzierung. Im Zentrum steht die Frage, wie rund um Stadtkirche und Haus zur Zinne ein Ort weiterentwickelt werden kann, der Gastlichkeit und Gemeinschaft stärkt.
Die Kirchenpflege lädt alle Interessierten herzlich ein, sich zu informieren und sich ein eigenes Bild zu machen.
